Couch-Wertung

8
Wissen
Ausstattung

Wissen

Vermittelte werden historisches Grundlagenwissen sowie die wichtigsten Fachbegriffe, die für die Kostümschneiderei benötigt werden. Damit wird ein guter und leicht verständlicher Einstieg ins Thema erzeugt.

Ausstattung

Die Gestaltung ist kohärent und schlicht, sodass die Illustrationen der Kleidungsstücke, die allesamt sehr schön gezeichnet sind, im Vordergrund stehen. Die Texte sind informativ, aber kurz. Die Literaturliste hätte noch länger sein können.

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
12345678910

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Sachbuch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 10
0 x 9
0 x 8
0 x 7
0 x 6
0 x 5
0 x 4
0 x 3
0 x 2
0 x 1
Keine Bewertungsschritte konfiguriert.
Lea Gerstenberger
Ein gelungener Einstieg in die Damenmode des 19. Jahrhunderts

Sachbuch-Rezension von Lea Gerstenberger Mär 2020

Was Frauen zwischen der Herrschaft Napoleons und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs so getragen haben, lässt sich wohl mit „schön, aber unbequem“ gut beschreiben. Wer es genauer wissen möchte, kann zu dem Überblickswerk von Sonja Duska greifen, die mit „Modegeschichten“ ihre Expertise als autodidaktische Kostümschneiderin und als Mediendesignerin vereint.

Der Lauf der Geschichte hat Auswirkungen auf die Mode

Kompakt, aber anschaulich führt die Autorin durch die Kleidungsstile der weiblichen Bevölkerung und ergänzt diese durch eine Einführung in die Nähkunde. Die Kapitel folgen dabei der historischen Entwicklung: vom Empirestil, den man sich noch einigermaßen angenehm zu tragen vorstellt, über das puffärmelige Biedermeier, die Krinolinen- und Tournürenzeit hin zur Belle Epoque vor der Jahrhundertwende. Jeweils einleitend zeichnet Duska kurz die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nach, die sich auf die Mode auswirkten. So führten etwa der Rückzug ins Private und der Anspruch an die Häuslichkeit der Ehefrau während der Biedermeierzeit dazu, dass die Kleider schlichter und hochgeschlossener wurden und weniger Bewegungsfreiheit erlaubten. Auch innerhalb der einzelnen Epochen zeigt die Autorin noch einmal die stilistischen Veränderungen auf und ebenso, wie sich die Mode je nach Anlass unterschied: Tageskleider sahen völlig anders aus als die meist freizügigere Abendmode oder die strenge Trauerkleidung.

Damenmode bestand aus vielen Schichten

Zum bessern Verständnis wird die Mode in ihre Einzelteile „zerlegt“ und mit Hilfe von Illustrationen erklärt. Auch dabei eröffnen sich noch Einblicke in den Zeitgeist – wussten Sie, dass Unterhosen als „Unaussprechliche“ bezeichnet wurden? Der Aufbau der Kleider verdeutlicht auch Klassenunterschiede, denn oftmals war es schwierig, sich die vielen Komponenten allein anzuziehen: Für Ballkleider, die meist am Rücken verschlossen wurden, war praktisch immer Hilfe nötig.

Die Nähkunde schließlich gibt Auskunft über verschiedene Stoffarten, die Entwicklungsschritte und Funktionsweisen einer Nähmaschine und hält Tipps bereit, wie man etwa ein stabiles Korsett konstruiert, ohne das (aus gutem Grund) ausgediente Fischbein verwenden zu müssen. Ganz am Ende der Ausführungen befindet sich eine Liste mit Fachliteratur, die gerne noch ausführlicher hätte ausfallen dürfen.

Das überblickshafte Werk ist sehr gut strukturiert und so übersichtlich gestaltet, dass auch komplette Laien damit in die Geschichte der Mode des 19. Jahrhunderts eintauchen können. Die Texte sind nicht besonders lang und sprachlich sehr einfach gehalten, wodurch sie aber äußerst verständlich bleiben. Wichtige Fachbegriffe werden erklärt und durch die Bebilderung veranschaulicht. Überhaupt harmonieren die Illustrationen und Texte wirklich gut miteinander. Das Buch ist dabei schlicht gestaltet, sodass die in schönem Stil gezeichneten Kleider klar im Vordergrund stehen. Egal, ob man selbst Hand an Nadel und Faden legen oder bloß die Entwicklung der Mode kennenlernen möchte – es macht Spaß, durch die informativen Seiten zu blättern.

Fazit:

„Modegeschichten“ ist als grundlegendes Einstiegswerk gedacht und erfüllt diesen Zweck vollauf. Die wichtigsten Grundlagen zur Damenmode des 19. Jahrhunderts und zum Nähen werden anschaulich präsentiert. Wer nun mit beiden Händen ins Schneiderhandwerk starten will, benötigt definitiv noch detailliertere Informationen und Anleitungen. Wer einen ersten Blick in das Thema werfen will, wird von „Modegeschichten“ bestens mit Grundwissen versorgt.

Deine Meinung zu »Modegeschichten«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Sachbuch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Sachbuch.

Fehler in der Konfiguration der Erweiterung 'Rating AX'

Fehlende Bewertungsschritt(e) beim Bewertungsobjekt mit der UID 2 - prüfe PID 89. (1384705470)