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Wissen
Ausstattung

Wissen

Neben den Bergsteigern und ihren Lebensläufen stehen natürlich auch die Berge im Fokus. Neben den Hauptthemen bekommt der Leser jede Menge Hintergrundinformationen zu u.a. der Entwicklung der Ausrüstung, Bergen in Kunst und Literatur und natürlich zur Rolle der Frau als Bergsteigerin.

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Die vielen Fotos sind sehr ansprechend und machen den Inhalt anschaulich. Die Einteilung der Kapitel dagegen ist ein wenig unübersichtlich geraten.

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Carola Krauße-Reim
Viel Wissen, sparsam verpackt

Sachbuch-Rezension von Carola Krauße-Reim Sep 2020

Bereits 2012 erschienen, liegt jetzt dieser überarbeitete und neu aufgelegte Band rund um den Alpinismus vor. Ed Douglas, selbst Bergsteiger, befasst sich mit Erstbesteigern, Abenteurern und berühmten Alpinisten genauso wie mit den legendärsten Gipfeln der Erde, der Entwicklung der Ausrüstung und weiteren ergänzenden Hintergrundinformationen.

Berge faszinierten den Menschen schon immer

Douglas präsentiert mehr als 100 Bergsteigerporträts – von Ötzi bis Lama. Leider konzentriert er sich dabei doch sehr auf die Anfänge des Alpinismus. So sind die Bergsteiger des 18. und 19. Jahrhunderts vielfach vertreten, während aktuelle Alpinisten nur als Randerscheinung vorkommen. Natürlich sind die Veteranen der Zunft die Erstbesteiger oder Erstdurchquerer, aber gegenwärtige Alpinisten sind Zeitgenossen, die heute klettern und vielleicht in dem ein oder anderen Vortrag oder Treffen am Berg greifbar sind. Aber selbst David Lama oder Alex Honnold werden mit wenigen Sätzen abgearbeitet, was auch ihre Leistungen schmälert. Und die Leistungen der Bergsteiger können sich alle sehen lassen! Es ist unglaublich, was Menschen vermögen. Anfangs mit rudimentärer Ausrüstung (Frauen in Röcken), immer den Naturgewalten ausgesetzt, werden Berge erklommen oder Wände durchquert, die schon beim bloßen Anblick Ehrfurcht gebieten. Und selbst heute, mit ausgeklügeltem Werkzeug und erweiterten Sicherheitsmöglichkeiten ist Bergsteigen noch immer mit Risiko verbunden und es kann auch „ein unspektakulärer Berg“ sein, der das Leben kostet.

Von Gipfeln, Bergsteigern und vielem mehr

Neben den Bergsteigern und ihren Lebensläufen stehen natürlich auch die Berge im Fokus. Porträts legendärer Gipfel wie Matterhorn, Mont Blanc, Denali, Nanga Parbat und natürlich Everest werden vorgestellt, wobei auch immer die unterschiedlichen Routen, Besteigungen oder Besonderheiten genannt werden. Die Namen der Berge sind in einem Register im Anhang alphabetisch geordnet und so schnell im Text zu finden. Neben den Hauptthemen bekommt der Leser jede Menge Hintergrundinformationen zu u.a. der Entwicklung der Ausrüstung, Bergen in Kunst und Literatur und natürlich zur Rolle der Frau als Bergsteigerin. Gerade hier fehlt es aber wieder an der Vielfalt. Während zu Recht beklagt wird, dass für Frauen das Bergsteigen oftmals als zu riskant angesehen wird, sobald sie Mutter sind, Männer hingegen nie solchen Vorhaltungen ausgesetzt werden, begnügt sich Douglas mit den Porträts weniger Frauen und geht kaum auf ihren steinigen Weg hin zur Anerkennung als Alpinistinnen ein. Es gibt mehr als Wanda Rutkiewicz, Kitty Calhoun, Catherine Destivelle und Gerlinde Kaltenbrunner!

Insgesamt geht die Zeitreise von „Frühen Bergsteigern“ über „Das goldene Zeitalter des Alpinismus“ bis zum „Zeitalter der Extreme“. Doch die immer wieder eingestreuten Informationen mit Hintergrundwissen und die zu jedem Kapitelbeginn collagenartig angeordnete Zusammenfassung machen die Aufteilung des Buches etwas chaotisch. Eindeutige Kapitel mit Informationen zu „Bergsteiger“, „Berge“, „Hintergrundwissen“ wären wesentlich übersichtlicher gewesen und hätte die geballten Informationen besser wiedergegeben. Lobend hervorheben muss ich aber die Bilder, die in Massen die Texte ergänzen. Es sind durchweg hervorragende Fotos oder Gemälde, die uns die Berge und ihre Bezwinger näherbringen. Gerade die Menschen werden durch Fotos greifbarer und die vielen alten Aufnahmen zeigen deutlich, mit welchen eingeschränkten Mitteln hier Alpinismus betrieben wurde.

Fazit:

Ein Muss für jeden Bergsteiger oder Bergbegeisterten! Aber auch, wer sich einfach einmal über das Thema informieren will, findet bestimmt Gefallen an dem Buch mit seinen gut geschriebenen Texten und den zahlreichen und hervorragenden Bildern. Nur sollte man keine ausführlichen Informationen zu aktuellen Alpinisten erwarten und bereit sein, immer wieder zwischen den Themen zu springen.

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