Magische Topflappen häkeln

  • Frech
  • Erschienen: August 2025
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Carola Krauße-Reim
8101

Sachbuch-Couch Rezension vonOkt 2025

Wissen

Das notwendige Wissen wird weitergegeben, jedoch hätte ich mir mehr ausgefallene Ideen gewünscht. Anleitung teilweise unklar.

Ausstattung

Gelungenes, buntes Layout mit sehr übersichtlichen Angaben. Schöne ganzseitige Fotos und bildliche Darstellung der verschiedenen Techniken

Topflappen einmal anders.

Wer mit dem Häkeln anfängt, probiert sich meistens als erstes an Topflappen aus. Wie der Name schon sagt, sind es einfache Lappen, die nicht nur sehr leicht herzustellen sind, die Ergebnisse kann man dann auch noch voller Stolz in der Küche verwenden. Wenn man feststellt, dass Häkeln doch nicht so die Handarbeit der Wahl ist, bleibt man zudem nicht auf teurer Wolle sitzen, denn man kann Reste aufbrauchen und selbst neu erworbene Wolle ist in der benötigten Menge nicht kostspielig.

Von „Schweinchen“ bis „Spritzig“

Esther Konrad liebt das Häkeln von „Kleinigkeiten“. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie Topflappen zum Thema macht. Doch es sind nicht solche, wie man sie kennt, sondern neue Kreationen. Die häkelt man in Runden und schließt zum Schluss die Mittelnaht. Wenn man dann den Lappen einfaltet, erhält man eine Tasche zum Hineingreifen. Die Modelle reichen von einfach bis etwas komplizierter und haben alle sehr einfallsreiche Namen. Es können ein „Froschkönig“, ein „Schweinchen“ oder auch „Frankenstein“ gehäkelt werden. Damit man weiß, wie schwierig das ausgesuchte Projekt ist, ist der Schwierigkeitsgrad angegeben. Jedoch erscheinen die fantasievollen Namen manchmal etwas überambitioniert. Eine „Nikolausmütze“ ist einfach ein roter Lappen mit einem weißen Rand und „Spritzig“ weist sich durch viel Grün und etwas Weiß aus.

Alle Angaben da, aber ...

Wie man es von einer Häkelanleitung erwartet, sind Angaben zu Größe und Material vorhanden. Auch optisch dargestellte Grundtechniken werden gezeigt. Dazu kommt immer ein ganzseitiges und gut inszeniertes Foto des Topflappens. Das Layout ist bunt und lädt zum Ausprobieren ein. Doch die eigentliche Anleitung ist ungenau. Dass die Topflappen in Runden hergestellt werden, ist zum Glück auf dem Cover vermerkt, denn aus der Anleitung ist es nicht ersichtlich. Zwar wird auch hier von zu häkelnden Runden gesprochen, doch wird nie eine Masche erwähnt, welche die Runde schließt. Und was bedeutet „Alle Fäden abschneiden, durch die Schlinge ziehen und vernähen“? Vielleicht ist es doch nicht so verkehrt, jemanden mit Häkelerfahrung an der Seite zu haben, der dann weiterhilft.

Praxistest

Ich liebe Handarbeiten, wie Stricken, Sticken und Häkeln. Also habe ich mich gleich ans Werk gemacht und ein Modell „Streifenglück“ hergestellt. Trotz der erwähnten kleinen Mängel in der Anleitung hat es funktioniert. Und der Topflappen als Tasche zum Hineingreifen hat auch wirklich schön ausgesehen. Doch dann kam der Praxistest – und der war ernüchternd. Durch das Falten des Rechteckes zur Tasche, hängt beim Zugreifen immer eine Ecke ins Essen. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern macht den Lappen auch sofort schmutzig. Nicht immer ist schön Anzusehendes auch wirklich praktisch.

Fazit

Esther Konrad hat ein altbewährtes Hilfsmittel neu gedacht. Ein schön gestaltetes Buch mit kleinen Mängeln, das aber Lust aufs Ausprobieren macht. Für Anfänger nur bedingt zu empfehlen, aber mit etwas Geduld ist alles machbar, auch ein Topflappen zum „Reingreifen“.

Magische Topflappen häkeln

Esther Konrad, Frech

Magische Topflappen häkeln

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