Frauen schlafen schlechter als Männer. Sie schlafen schlechter ein, sie schlafen schlechter durch und auch die Tiefschlafphasen, die so wichtig sind für die nächtliche Erholung, dauern kürzer an. Zum einen gibt es dafür biologische Ursachen. Wir wissen heute, dass es in allen weiblichen Geweben und Organen Rezeptoren gibt, an denen das weibliche Geschlechtshormon Östrogen andockt und in unendlich viele Körpervorgänge eingreift. So beeinflussen der weibliche Zyklus, Schwangerschaften und die Wechseljahre massiv den Schlaf der Frau. Zum anderen spielen gesellschaftliche Faktoren eine große Rolle. Frauen tragen oft Doppel- oder Dreifachbelastungen, meist jahre- oder sogar jahrzehntelang. Das Thema ist so gravierend, dass es dafür heute den Begriff Gender Sleep Gap gibt und es als gesundheitsgefährdender Faktor aktuell bei den Krankenkassen in den Fokus rückt. Und endlich auch in der Forschung einen Platz hat.

Suzann Kirschner-Brouns, Dumont

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